Port Augusta, Mount Remarkable Nationalpark


(01.01.-02.01.2002, 04.01.-06.01.2002)

Als wir Broken Hill in Richtung Port Augusta verlassen haben wir das Auto voll mit Salat, Zwiebeln, Nektarinen, Kartoffeln, Kürbis, Birnen, kiloweise frische Sachen. Nach ca. 210km kommen wir nach South Australia zur Fruitflystation mitten im Outback.

Lexikon der ungewöhnlichen Daseinsformen:

FRUITFLY, die: gemeines Biest, das sich im Obst aus New South Wales versteckt über die Grenze an der Fruitflystation verbeischmuggelt um in Victoria oder South Australia Schaden anrichtet.

Oh Schreck, diesmal ist es nicht nur eine Tonne für die Früchte und ein Schild mit einer Strafandrohung, sondern tatsächlich ein Schlagbaum. Eine freundliche Frau kommt daher. Elke will ehrlich sein und all die frischen Sachen abgeben. Die Dame wünscht uns erstmal ein Happy New Year und öffnet Schlagbaum. Sie fragt uns, ob wir Früchte dabeihätten. Elke antwortet, dass wir gerade die letzten Nektarinen gegessen haben, was so auch stimmt und schon sind wir mit dem ganzen Zeug im Fruit Fly verbotenen Land. Peter ist völlig verstört, er murmelt nur noch "Du bringst mich noch ins Gefängnis" vor sich hin.

Aus der Öde mit Gebüsch wird eine Öde mit Weizen, das Meer wird sichtbar und wir sind in Port Augusta, einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Australien, hier beginnen die Highways nach Norden und Westen. Die Stadt selbst gibt nicht viel her, sie ist Auftankstation und Etappenstützpunkt. Wir bleiben eine Nacht und sind am nächsten Tag in Richtung Coober Pedy unterwegs.

Auf dem Rückweg machen wir nochmal Station in Port Augusta und treffen zufällig Joachim und Elke auf dem Campingplatz wieder, die wir vor zwei Monaten in den Blue Mountains kennengelernt haben. Der Abend wird lang bei Wein und Keksen..

Die beiden legen uns den Mount Remarkable Nationalpark wegen der Emus ans Herz und so fahren wir am nächsten Tag nach dem Wadlata Outback Center total erschlagen die paar Kilometer in den Nationalpark, der noch zu den südlichen Flinders Ranges gehört. Auf dem Zeltplatz treiben wir, als wir ankommen, eine Emuherde mit Kleinen mit dem Auto vor uns her. Es ist brutal heiss, auf dem Klo gibts mindestens eine Million Fliegen. Wir sehen unseren ersten Euro (am 05.01.2002!!!), eine Känguruhart, die aufrecht hüpft und immer wieder Emus, die gar keine Angst zu haben scheinen und die Zelter ganz neugierig beäugen. Die Gegend lädt zum Wandern ein, doch wir sind zu fertig von der Hitze. Am nächsten Tag wird ein total Fire Ban ausgerufen, das heisst wegen extremer Feuergefahr ist jegliches offene Feuer, auch jeder Kocher verboten. Mit der Hoffnung auf Regen und wieder einen heissen Frühstückskaffee reisen wir weiter.

Tip

Touch the past, taste the outback, feel the future. Für heftige 8A$ wird man im Wadlata Outback Center mulimedial erschlagen und ist danach wirklich reif für das Outback.

http://www.kuntner.de/australien/portaugusta.html

© Elke und Peter Kuntner