Mildura, Murray Outback, Mungo National Park |
(25.12.-29.12.2001)Die ewig grossen Weizenfelder der Wimmera werden nach Horsham und Warracknabeal karger. Bald wächst nicht mehr viel, wir merken, hier beginnt das Outback. In der Nähe von Mildura wird es schlagartig wieder grün, wir sind am Ufer des Murray River, der hier alles bewässert. ![]() Die Sonne und die Bewässerung machen diese Gegend auch zu einer Weinanbauregion. Wir lassen uns nach einem Ausflug zu den Perry Sandhills zu einer Weinprobe bei Stanleys (vielleicht nicht die beste Adresse) hinreissen. Ganz selbstverständlich werden Sorten, die hier wachsen neben Weinen aus Westaustralien und aus dem Barossa Valley zur Probe angeboten. Wir wollen eigentlich nur trockene Weine probieren, bekommen aber trotzdem einen total süssen angeboten. Fazit: Weine besser woanders probieren. ![]() Nur 100 km von Mildura entfernt, aber durch eine üble Schotterstrasse von der Aussenwelt abgeschnitten, liegt der Mungo National Park. Von den Bildern fasziniert wollen wir dort auch hin. Nach kurzer Überlegung mieten wir uns keinen 4WD sondern schliessen uns einer Tour an. ![]() Nachmittags werden wir am Campingplatz abgeholt und mit einer netten Gruppe zum Mungo Nationalpark gefahren. Die Fahrt ist kurzweilig. Nach einer Rast für einen Nachmittagstee sind wir bald an dem vor 15000 Jahren ausgetrockneten Seensystem. Diese Seen waren zur damaligen Zeit sehr fruchtbare und fischreiche Gewässer. ![]() Die Besonderheit dieses Nationalparks und nicht zuletzt auch der Grund dafür, dass er Weltkulturerbe ist, ist die Lunette, das ehemalige Seeufer. Hier wurden vor 15 Jahren Ausgrabungen gemacht und ein menschliches Skelett entdeckt, das 60000 Jahre alt ist. Doch nicht nur diese Stelle ist von Bedeutung, auf dem ganzen Gebiet kann man Feuerstellen erkennen, sogar die Gehörknöchelchen von Fischen liegen noch dabei. Es ist unglaublich an einer Feuerstelle zu stehen, an der vor 30000 Jahren Menschen gesessen sind und Fisch gegessen haben. Man kann die Zeichen lesen, als wäre dies erst gestern gewesen. ![]() Auch Knochen von Riesenwombats, die vor 15000 Jahren ausgestorben sind, liegen herum, alles ist unbeschreiblich faszinierend und wird zudem noch von der gerade untergehenden Sonne in ein geniales Licht getaucht. ![]() Nach dem stimmungsvollen Sonnenuntergang, stellt unser Fahrer einen neuen Zeitrekord in Richtung Mildura auf, Kaninchen und Känguruhs können gerade noch flüchten. Wir überleben die Fahrt und sind uns nicht sicher, ob wir uns noch einmal einem australischen Fahrer anvertrauen sollen. |
Tip |
| 100 km Schotterpisten schrecken viele von dem Besuch des Mungo NP ab, deswegen sollte man sich am besten einer Tour anschliessen. Die Touriinfo in Mildura weiss am besten wer wann ein Tour anbietet. Unsere Sunsettour kostete 55A$ und war ihr Geld absolut wert. |
http://www.kuntner.de/australien/mildura.html© Elke und Peter Kuntner |