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Der Gran Paradiso (4067m)

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Elkes erster Viertausender

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Mit der festen Absicht, den Gran Paradiso zu besteigen fahren wir das Aosta Tal hinauf. Das Wetter ist nicht sehr vielversprechend, aber wir haben ein paar Tage Zeit und wollen abwarten. Der Campingplatz liegt nett im Tal, 10 km vom Ausgangspunkt, dem Parkplatz, entfernt. Das Wetter wird nicht besser, wir hängen 2 Tage herum, gehen nach Aosta - dort scheint sogar die Sonne und planen für 31. Juli den Aufstieg. Es wird dringend empfohlen auf der Hütte das Lager zu reservieren. Wir machen das und sagen kurz darauf wieder ab - die Vorhersage ist zu schlecht. Am nächsten Tag ist es dann doch nicht so schlecht und wir rufen kurzentschlossen wieder an. Es gibt noch freie Plätze, alles klar wir kommen.

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Am Parkplatz

Am Parkplatz packen wir unsere Rucksäcke, ziehen unsere Stiefel an und wandern los. In vielen Serpentinen geht es den Berg hoch, es ist bewölkt aber es regnet nicht. Ab und zu machen wir Rast und nach 4 Stunden erreichen wir das Rif. V. Emanuelle.

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Kleine Rast

Wir sind früh an der Hütte, ich nutze die Zeit den weiteren Weg zu erkunden. Über grosse Blöcke geht es das nächste Tal hinauf. Als ich die Gletscherzunge sehe, drehe ich wieder um.

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Am Gletscher

Der Abend auf der Hütte ist sehr gemütlich. Wir gehen bald ins Bett und hören, dass es zu regnen beginnt. Irgendwann in der Nacht hört das Tropfen auf. Erst als wir die Hütte am nächsten Tag verlassen, stellen wir fest, dass es geschneit hat. Wir sind total froh den Weg zu kennen, es sieht mit dem Schnee von der Nacht völlig anders aus als am Vortag. Wir wandern über die Blöcke das Tal hoch, an der Gletscherzunge machen wir Rast und ziehen die Steigeisen an. Es fängt wieder an zu schneien.

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Die Spur Gletscher

Wir folgen der Spur durch den leichten Schneefall, erst sehr steil, bis wir den Eselsrücken erreichen und von dort ab windend weiter berauf. Langsam wird die Höhe spürbar und Elke verliert zunehmend an Lust. Mit warmem Tee, Keksen und kleinen Pausen gehts langsam weiter.

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Moncorve

Durch einen Sattel zeigt sich die Gipfelkette kurz aus den Wolken. Wir sind bei der Moncorve und es ist noch weiter als wir dachten, aber wir haben noch genug Zeit, und die Spur ist eindeutig. Als Dank hat es auch aufgehört zu schneien.

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Am Gipfelaufbau

Nach einem steilen Hang gehen wir unter mehreren Felszacken entlang und sind bald am Gipfelaufbau. Davor legen wir unsere Rucksäcke ab, ein paar Italiener, die uns entgegenkommen meinen "its not easy". Bald wissen wir, was gemeint war. Der frisch gefallene Schnee gibt dem Fels eine glitschige Auflage, nur ganz vorsichtig gehen wir Schritt für Schritt weiter. Man kann die Madonna schon sehen, wenn man über die Flanke quert. Unter uns geht es ca 20 m bis zum Schnee und dieser verliert sich dann fast senkrecht im Nebel, der Gipfelaufbau hat es nochmal in sich.

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Am Gipfel

Am Gipfel sind wir atemlos und froh endlich oben zu sein. Kurz entspannen, ein paar Fotos machen, die Madonna umarmen und die Kälte, den Wind und den Schnee spüren. Elke hat Ihren ersten 4000er geschafft!

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Beim Abstieg

Der Abstieg vom Gipfelaufbau wird wieder ganz vorsichtig unternommen. Bei den Rucksäcken gibts etwas zu essen und zu trinken, hier scheint sogar kurz die Sonne. Dann beginnt der lange Abstieg den Gletscher hinunter. An der Gletscherzunge versagen die Augen, das Hirn kann nichts mehr realisieren, alles erscheint wie eine Fatamorgana.

Vor uns stehen im Schneegestöber Leute in kurzen Hosen und bauen ihre Zelte auf. Wir realisieren, dass es keine Geister, sondern Tschechen sind und setzen den Abstieg fort. An der Hütte eine Tasse Tee, wieder Leute um uns herum, auf der Tour haben wir keine 10 Menschen gesehen. Der letzte Abstieg ins Tal ist auch bald geschafft. Wir erreichen müde das Auto, schlafen nachts supergut ein. Am nächsten Tag wacht Elke mit einem knallroten Kopf und ebensolchen Augen auf. Nur ein paar Minuten Sonne haben ihr einen heftigen Sonnenbrand verpasst. Wir brauchen fast eine Woche bis wir uns erholt haben.

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© Elke und Peter Kuntner